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 Mk16, 1-8

 Das Projekt

Der Stein

Der Stein in Helfta

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12 Frauen der Kirche

Partnerinnenprojekt


Impressum

 Sumaya Farhat-Naser

Prof. Dr.Dr.hc Sumaya Farhat-Naser;
Direktorin des Projektes

 Partnerinnenprojekt

"Women Advocating for Peace"

In den Veranstaltungen zum bundesweiten Projekt der Frauenseelsorge "Wer wird den Stein wegrollen?" baten wir um Unterstützung für das Projekt "Women Advocating for Peace" im Heiligen Land. Die Anregung für diese Partnerschaft kam vom Deutschen Verein vom Heiligen Lande, der den Stein für uns im Land der Bibel beschaffte und für dessen Transport nach Deutschland sorgte.

"Women Advocating for Peace" fördert im Rahmen des "Jerusalem Link" die Begegnung und Verständigung zwischen Israelinnen, und Palästinenserinnen, d.h. christlichen, jüdischen und moslemischen Frauen. In breit angelegten, langfristigen Seminaren und Workshops kommen die Sichtweisen und Erfahrungen der verschiedenen Seiten zur Sprache. Es geht darum, gemeinsam nach Wegen für eine Verständigung miteinander zu suchen. Auf diese Weise wird - sozusagen unterhalb und als Basis der politischen Verhandlungen - ein Netzwerk der Verständigung zwischen Menschen beider Völker geknüpft.

"Women Advocating for Peace" gehört zu den Non-Governmental-Organisations, d.h. zu den nichtstaatlichen Einrichtungen. Sie wird durch Gelder der Vereinten Nationen, der Europäischen Gemeinschaft und durch Spenden finanziert. Prof.Dr.Dr.h.c. Sumaya Farhat-Naser, Biologin und bis vor einigen Jahren an der Universität Birzeit bei Ramalla tätig, ist Direktorin des 1994 / 1995 entstandenen Projekts. Sie ist seit langer Zeit in der Frauenarbeit und in der Friedensbewegung auf palästinensischer Seite engagiert. Die Leitung des Projekts ist mit Israelinnen und Palästinenserinnen paritätisch besetzt. Sowohl in Ost- wie in Westjerusalem unterhält das Projekt jeweils auf der israelischen bzw. der palästinensischen Seite ein Büro.

Frauenbildungsarbeit und die Förderung der Begegnung zwischen Frauen verschiedener Herkunft und Prägung bringt Steine in Bewegung. Dies ist die Erfahrung der Frauen, die bei "Women Advocating for Peace" mitarbeiten. In einer Region, in der es bisher nur wenige gesellschaftliche Orte der Verständigung gibt, wird dieser Dialog häufig gerade von Frauen vorangetrieben. Von dieser Erfahrung können wir hier in Deutschland lernen. Die Unterstützung von "Women Advocating for Peace" durch das Projekt der Frauenseelsorge "Wer wird den Stein wegrollen?" kann vielleicht zum Eckstein für eine langfristige Partnerschaft von palästinensischen und israelischen Frauen mit Frauen in Deutschland werden.
Als Ausdruck unserer Verbundenheit mit dem Engagement
der Frauen im Heiligen Land baten wir um finanzielle Unterstützung von "Women Advocating for Peace". An den Orten der Veranstaltungen zum Projekt "Wer wird den Stein wegrollen?" gaben wir im Tausch für eine Spende eine von Frauen in Werkstätten bei Bethlehem gefertigte Ansteck-Taube aus Perlmut aus. Diese Taube ist Symbol unseres gemeinsamen Ringens um Frieden und Gerechtigkeit, für eine eigenständige Lebensgestaltung von Frauen.

Reinerlös: 25.974,41DM




Verwendung der Spendengelder


Aufgrund der politischen Situation ist das Projekt "Women Advocating for Peace" in die Krise geraten und das Zentrum wurde geschlossen. Es wurde beschlossen, das Geld für Friedens- und Dialogarbeit zwischen palästinensischen und israelischen Frauen auszugeben. Der Großteil des Geldes aus dem Steinprojekt ist über den deutschen Verein vom Heiligen Land an Projekte von Frau Prof. Dr. Sumaya Farhat-Naser gegangen, außerdem wurde ein Ausbildungsprojekt in Qubeiba (Ausbildung zur Kranken¬schwester, Hauswirtschafterin, …) und die Arbeit des Parents`Circle im Rahmen der Schmidt-Schule in Ost-Jerusalem unter¬stützt. Die restlichen Spendengeldern aus dem Stein-Projekt in Höhe von 5.288,19 € sind an Misereor überwiesen worden und es wird damit das Projekt „Weiterbildung für jüdische, muslimische und christliche Frauen in Menschenrechtsfragen“ der Organisation „Rabbis for Human Rights“ gefördert.

Den Bericht von Misereor über die bisherige Arbeit des Projekts können Sie sich als pdf-Datei herunterladen:
Bericht von Misereor (PDF-Dokument, 19 KB)