12 Frauen der Kirche


zurück zu

12 Frauen der Kirche


Zwischen Ostern 2000 und Ostern 2001 sagt jeden Monat eine Verantwortliche der Frauenseelsorge der deutschen Diözesen, was die Frage auf dem Stein für sie bedeutet.

 

 

 

im Monat November:


Wiltrud Huml
Leiterin der Frauenseelsorge
im Erzbistum München-Freising

Wiltrud Huml

Der große Stein ist für mich ein Symbol für meine Ängste, Blockaden
und Ichfixiertheiten, die mir den Zugang zur Quelle meines Lebens, zu
Gott, und zum Herz anderer Menschen versperren. Dennoch: Auch wenn
ich diesen Zugang als verschlossen erfahre, bleibt die Sehnsucht nach
dieser Quelle und nach Gemeinschaft eine wichtige, bewegende Kraft in
mir.

Auf aller Welt gehen Frauen ihren Weg nicht alleine, sondern zu dritt,
zu mehreren. Sie geben sich Unterstützung, Sicherheit, die Erfahrung
von Solidarität. Und das, auch wenn politische Grenzziehungen und
traditionelle Feindbilder sie voneinander trennen wollen.

Deshalb freue ich mich schon sehr auf die November-Tagung für
Referentinnen in der Frauenseelsorge, bei der die Palästinenserin
Sumaya Fahrhat-Naser zu Gast ist. Seit 1994 organisiert sie mit
Frauen auf beiden Seiten des Nahost-Konflikts Gesprächsforen und
Trainingsprogramme zur "Entfeindung". Sie kann uns zeigen, wie man
schwere Steine in Bewegung bringt.

Wer wird den Stein wegrollen?