12 Frauen der Kirche - Juli


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12 Frauen der Kirche


Zwischen Ostern 2000 und Ostern 2001 sagt jeden Monat eine Verantwortliche der Frauenseelsorge der deutschen Diözesen, was die Frage auf dem Stein für sie bedeutet.

 

Christine Hojenski
im Monat Juli:

Christine Hojenski,
Referentin für Frauenseelsorge im Bistum Münster

Drei Frauen machen sich am frühen Ostermorgen auf den Weg, um Jesus zu salben - ihm einen letzten Liebesdienst zu tun. Die Sorge, dass es da einen unüberwindlich scheinenden Stein gibt, lässt sie nicht aufgeben.

Frauen von heute liegen vielfach Steine im Weg: in ihrem Beruf - wenn sie mehr können müssen als Männer, um etwas zu gelten; in ihrer Partnerschaft - wenn sie Wege aus althergebrachten Rollenzuschreibungen suchen; in der Kirche - wenn sie sich für einen Verbleib der katholischen Kirche in der gesetzlichen Schwangerschaftskonfiktberatung einsetzen; in der Gesellschaft - wenn sie eine gerechte Altersversorgung für Frauen einfordern ...

Die drei Frauen am Ostermorgen erfahren: dieser Stein, der Tod und Leben voneinander trennte, ist weggerollt. Durch Christi Auferstehung ist der Tod auf das Leben hin geöffnet. Diese Ostererfahrung sollen die drei Frauen verkünden: "Nun aber geht und sagt ..." (Mk. 16,7). Diese Ostererfahrung kann uns Frauen heute ermutigen, wenn wir auf Versteinerungen und Sperren treffen. So können Frauen heute erfahren und sagen: Der Stein ist schon weggerollt.


Wer wird den Stein wegrollen?