12 Frauen der Kirche - Mai


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12 Frauen der Kirche


Zwischen Ostern 2000 und Ostern 2001 sagt jeden Monat eine Verantwortliche der Frauenseelsorge der deutschen Diözesen, was die Frage auf dem Stein für sie bedeutet.

im Monat Mai:

Dr. Elisabeth Mackscheidt, Köln

Wenn ich diesen großen Stein sehe, seine Widerständigkeit spüre, dann tauchen Fragen in mir auf.

Soll ich von der Unbegreiflichkeit der österlichen Botschaft sprechen, daß Gott selbst ein Zeichen gesetzt hat in diese Welt hinein wider den Tod?

Oder soll ich von der Erfahrung sprechen, die ich in vielen Begegnungen mit Frauen und auch mit Paaren und Familien gemacht habe? Da habe ich erlebt, daß schwere Steine, verfestigte Zuschreibungen sich verflüssigen können. Das geschah immer dort, wo Menschen miteinander entdeckten und gegenseitig würdigten, daß sie auch dann, wenn Schwieriges und Schmerzliches zwischen ihnen stand, letztlich auf die Liebe setzen wollten.

Und darf ich behaupten, daß diese tiefe Sehnsucht, die wir Menschen offenbar haben, hilfreich für andere zu sein, mit ebendieser österlichen Botschaft zu tun hat - daß Gott uns immer schon mit seiner Heilszusage trägt? Das jedenfalls ist meine Hoffnung.


Wer wird den Stein wegrollen?